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Social Bookmarks

November 30, 2011

Wer hat dem wird gegeben
Anderes als bei den bereits zu diesem bestehenden Arbeieten wird in dieser nicht
auf die Anzahl der Backlinks der Dienste selbst eingegangen und es wird auch keine Übersicht über die verfügbaren Dienste gegeben. Es geht vielmehr darum, die Frage zu klären für welchen Typ von Website sich die Eintragungen rentiert und für welchen nicht. Um dies zu klären werden Erkenntnisse der Gruppenpsychologie genutzt.

Einleitung

Bei einem Social Bookmark Dienst handelt es sich um ein kollaboratives  Netzwerk, d.h. diese Art des Dienstes lebt davon, dass die Mitglieder sich mit einbringen. In diesem Fall heißt das konkret, sie tragen Bookmarks zusammen und stellen diese den anderen Nutzern zur Verfügung. In der Regel erfolgt dies unabhängig davon ob diese auch Mitglieder oder nur Besucher des Dienstes sind.

Im folgenden stellen wir ein Modell vor, dass es ermöglichen soll die Wahrscheinlichkeit zu bestimmen mit der eine Website eingetragen wird. Und welche Auswirkungen dies auf die Nutzer des Dienstes und die Betreiber der Websites hat.

Modell

Bei den Mitgliedern handelt es sich um eine Gruppe die Informationen untereinander austauscht bzw. diese den anderen Gruppenmitgliedern zur Verfügung stellen. Das Eintragen einer Website ist hierbei das zur Verfügung stellen von Informationen.

Mittels der folgenden Formel lässt sich die Wahrscheinlichkeit bestimmen mit der Informationen der Gruppe mitgeteilt werden.

P(I) = 1 – (1 – ni)n
n ist dabei die Anzahl der Gruppenmitglieder
ni ist der Anteil der Gruppenmitglieder die diese Information besitzen
P(I) ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Information genannt wird

Um die Formel für unser Problem nutzen zu können schreiben wir sie wie folgt um:

P(E) = 1 – (1 – 1 ⁄ n)n
n ist die Anzahl der Mitglieder die der Dienst hat
1⁄ n nur ein Gruppenmitglied kennt die bestimmte Seite i
P(E) steht für die Wahrscheinlichkeit das eine bestimmte Seite i eingetragen wird

Nun beschreibt die Formel die Wahrscheinlichkeit dafür das eine bestimmte Seite eingetragen wird, wenn sie nur einem Gruppenmitglied bekannt ist. Diese Situation ist die Ausgangslage für jeden Social Bookmark Dienst bzw. der Grund dafür das solche Dienste existieren. Nur ein Mitglied kennt eine bestimmte Seite und durch das eintragen dieser soll sich der Nutzen aller erhöhen. Es zeigt sich das die Wahrscheinlichkeit für die Eintragung, unter diesen Voraussetzungen, unabhängig von der Anzahl der Mitglieder ist.

Da der Ausdruck (1 – 1 ⁄ n)n gegen 1 ⁄ e strebt und damit kann P(E) durch P(E) = 1 – 1/e abgeschätzt werden. Die Wahrscheinlichkeit dass die Seite eingetragen wird liegt bei ca. 64 Prozent.

Zahlenbeispiel

Angenommen der Dienst hat 100 Mitglieder und jedes kennt genau eine Seite die sonst kein anderes Mitglied kennt. Dann werden im Durchschnitt 64 Seiten in diesen Dienst eingetragen.

Um nun zu berücksichtigen, dass es Seiten gibt die zwei oder mehr Mitglieder kennen erweitern wir das Beispiel wie folgt. Die Mitglieder kennen zwei Seiten. Davon ist eine Seiten allen Mitgliedern bekannt und eine nur dem jeweiligen Mitglied. Wir erhalten dann folgendes Ergebnis. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Seite die allen bekannt ist beträgt annähernd 100 Prozent, während sie für die individuell bekannte Seite nachwie vor 64 Prozent beträgt.

Es zeigt sich wie bei anderen Gruppen auch hier, dass Informationen die bereits vielen bekannt sind genannt werden, während Informationen die nur einzelnen besitzen seltener genannt werden. Für bekannte Seiten bedeutet dies, nicht nur die Wahrscheinlichkeit eingetragen zu werden ist größer als bei unbekannten Seiten, sondern auch die Wahrscheinlichkeit der Mehrfachnennung ist größer. Dies und die Tatsache das sich das Internet aus sehr wenigen bekannten und sehr vielen unbekannten Seiten zusammensetzt führt dazu, dass vornehmlich Seiten gespeichert werden die bereits allgemein bekannt sind. Als Beispiel seien die Website Charts von Mister Wong genannt in der sich unter anderem YouTube und Google finden lädt.

Fazit

Aus Sicht der Nutzer bedeutet dies das sie weniger Informationen vorfinden als vorhanden sind. Und sie vornehmlich Seiten finden die sie bereits kennen. Für die Betreiber von Websites bedeutet es das unbekannte Seiten nicht oder nur vereinzelt gespeichert werden. Und sich daher der Bekanntheitsgrad nicht oder nur unwesentlich verbessert. Bei bekannten Seiten bedeutet es das ein Teil der Nutzer die sie bereits kennen über die Seite des Bookmark Dienstes auf ihre Seite kommen und nicht mehr direkt. Was aber keinen nennenswerten Einfluss auf die Besucherzahlen haben dürfte.

Aufgrund der obigen Ausführungen und des vorgestellten Modells sollten Social Bookmark Dienste hinsichtlich der Steigerung der Popularität in Zukunft kritischer betrachtet werden als dies bisher erfolgt ist.

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